Auf den Spuren der Apostel

27 Frauen kamen im März zu Schweigeexerzitien des Regnum Christi ins ApostelHaus Alzgern

Die Teilnehmerinnen waren aus Bayern, aber auch aus Köln und Wien waren angereist, um an den jährlichen Schweigeexerzitien teilzunehmen, die P. Martin Baranowski LC und P. Oswald Christi LC im ApostelHaus Alzgern als Seelsorger begleiteten.

Dabei machten sie sich auf die abenteuerliche geistliche Reise, dessen Ziel das neue Gebetbuch der Laienmitglieder so definiert: „Exerzitien sind die jährliche Gelegenheit, die das Regnum Christi bietet, uns für drei bis acht Tage in Stille zurückzuziehen und uns ganz der Gegenwart des Herrn zu widmen. Sie sind wie ein Innehalten auf dem Weg, um auf Christus zu schauen, der mit uns geht, auf ihn zu hören, seinen Willen zu erkennen, uns in seinem Blick zu versöhnen und das Feuer seiner Liebe wieder neu in uns zu entfachen zu lassen, um uns dem Nächsten hinzugeben.

Stille, die trägt

Vom Donnerstagabend bis Sonntagmittag dauerte das Schweigen an: „Für mich war die Gemeinschaft besonders. Wir konnten uns auch ohne Worte tragen – einfach durch unser Dasein“, erklärt eine Teilnehmerin.

Neben der täglichen Messe, dem gemeinsamen Morgen- und Rosenkranzgebet sowie der abendlichen eucharistischen Anbetung mit Segen gab es nach den Impulsen viel Zeit für das persönliche Gebet. Das sonnige Wetter nutzen viele auch zu einem meditativen Spaziergang im angrenzenden Wald.

Während der gemeinsamen Mahlzeiten wurden Texte von Papst Franziskus vorgelesen: Auszüge des der Enzyklika „Dilexit nos“ über die göttliche und menschliche Liebe des Herzens Jesu (Oktober 2024) sowie einzelne Katechesen aus der Reihe über den Heiligen Geist, die der Heilige Vater im Herbst und Winter 2024 hielt.

„Ich hatte immer so etwas Vorbehalte gegenüber Papst Franziskus, aber eigentlich noch nie etwas von ihm gelesen. Als wir in den Tischlesungen während der Mahlzeiten Texte von ihm gehört haben, hat mich das sehr berührt und gefreut.“

Von Gaza nach Rom

Die 10 Meditationen, die der Dynamik der ignatianischen Exerzitien folgten, thematisierten verschiedene Episoden der Apostelgeschichte: Unter anderem der Weg des Äthiopiers nach Gaza sowie Athen, Ephesus, Damaskus, Joppe, Antiochia, Philippi, Jerusalem und Rom.

„Die Apostelgeschichte ist der zweite Teil des Lukasevangeliums, sie zeigt, wie die Jünger nach der Auferstehung ihre Beziehung zum lebendigen Christus und ihren missionarischen Auftrag erfahren und gelebt haben. Jenseits aller Vorstellungen einer heilen Welt, offenbart die Apostelgeschichte auch die Fehler, Schwächen und Kämpfe der ersten Christen im Glauben und der Sendung“, erklärt P. Martin Baranowski LC. „Der Abschluss der Apostelgeschichte verwundert. Es wird deutlich, dass es sich nicht um eine abgeschlossene Geschichte handelt, sondern dass das Werk Gottes mit jedem von uns weiter geht.“

Mit brennendem Herzen

Nach der Erneuerung der Taufversprechen bei der Sonntagsmesse im ApostelHaus und dem anschließenden Mittagessen tauschten die Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen aus. Hier einige Rückmeldungen:

• „Für mich war es eine Zeit zum Nachdenken und um tiefer in die Beziehung mit Gott zu treten. Das ermöglicht, die eigene Lebensrichtung zu korrigieren, die Hierarchie der Werte neu zu formulieren. Das Gebet hilft, dann auch mit den Mitmenschen besser klar zu kommen.“
• „Die Erfahrung der intensiven Liebe Gottes hat meine Sehnsucht nach Stille gestillt und ein Feuer der brennenden Leidenschaft für Christus ausgelöst.“
• „Eine schöne und bereichernde Zeit, um Jesus wieder näher zu kommen.“
• „Ich bin Gott dankbar, dass er mich im richtigen Moment hierhergeführt hat. Ich fühle mich gestärkt vom Heiligen Geist, der mich ermutigt, auch weiterhin im Alltag meine Beziehung zu ich, zu Jesus, zu Maria auszuweiten, zu schärfen und zu vertiefen.“
• „Eine segensreiche Zeit getragen von Stille, geistlicher Tiefe und guter Gemeinschaft.“
• „Ich gehe dankbar, beschenkt und ermutigt nach Hause mit einem brennenden Herzen für Christus und seine Kirche.“
• „Ich kam ausgepowert, traurig und erschöpft an und war unzufrieden mit manchen meiner Lebensbereiche. In den Exerzitien durfte ich im Lichte Jesu erkennen, was ich ändern kann. Ich bat Jesus, mir die Freude zu schenken, und das hat ER überreich getan. Durch die Impulse wurde ich freundlich geführt in Selbsterkenntnis und in die Vergegenwärtigung von Gottes Liebe in meinem Leben. In Jesu Armen durfte ich ausruhen. Jetzt bin ich voller Tatendrang, seine Liebe in mir hinauszutragen in meine Familie und mein Umfeld.“
• „Diese Zeit für den Herrn und mit Ihm ist so wichtig. Eigentlich sind drei Tage im Jahr viel zu wenig. Man macht ja auch nicht nur einmal im Jahr drei Tage Urlaub.“
• „Ich wusste schon irgendwie, dass es den Heiligen Geist gibt, aber ich habe nie seine Bedeutung verstanden. Immer wieder hatte ich den Zweifel, wie ich seine Stimme hören kann. Heute im Gottesdienst habe ihm nach der Kommunion auf ganz besondere Weise erfahren. Ich war darauf überhaupt nicht vorbereitet, aber es hat mich sehr erfüllt. Ich bin jetzt in der Zuversicht und Gelassenheit, dass ich auch in den schwierigen Momenten meines Lebens auf ihn vertrauen kann.“

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