Die Bibel – mehr als ein altes Buch!

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50 Mädchen von LGIO Südostbayern erlebten Mitte März ein Wochenende voller Bibel, Gemeinschaft und echter Fragen

50 Mädchen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren kamen im März im Pfarrheim Aschau am Chiemsee zusammen. Gemeinsam mit zehn jungen Betreuerinnen, sechs Müttern und P. Bertalan Egervari LC, der die Gemeinschaft geistlich begleitete, wurde gelacht, gebetet, gelauscht, gefragt – und vor allem: entdeckt. Denn das zentrale Thema lautete: „Die Bibel – den Schatz der Bibel entdecken“.

In ihrem Vortrag erklärte Theresa Klinger, was die Bibel eigentlich ist: kein altes, schwer verständliches Buch, sondern Gottes Liebesbrief an jeden Einzelnen. Sie zeigte auf, warum es sich lohnt, darin zu lesen – sei es, um Antworten auf Fragen zu finden, Kraft in schwierigen Zeiten zu schöpfen, Vorbilder und Wegweiser zu finden oder um mehr über die eigene Identität zu erfahren. 

Auch vermittelte sie beeindruckende Fakten: Die Bibel wurde über fünf Milliarden Mal verkauft, in mehr als 2.400 Sprachen übersetzt und prägt bis heute Gesetze und Kulturen.

Maria Weidmann nahm die Teilnehmerinnen mit auf eine Reise durch die Geschichte der Bibel: von den Erzvätern Abraham und Mose, über das babylonische Exil bis hin zu Jesus und dem Neuen Testament. Die Bibel ist, so wurde deutlich, kein zufälliger Sammelband, sondern eine durchgehende Geschichte, in der sich die Frage nach der Identität immer wieder stellt: Im Alten Testament „Wer sind wir als Gottes Volk?“ und im Neuen Testament „Wie gehört jeder Mensch zu Gottes Volk?“.

P. Bertalan stellte sich in einer offenen Fragerunde den Gedanken und Zweifeln der Mädchen. Dabei ging es um Fragen wie: Was passiert nach dem Tod? Sagt die Bibel die Wahrheit über die Welt? Was tun, wenn man beim Beten nichts spürt? Warum gibt es Leid? Kann man auch ohne Glauben in den Himmel kommen? Wie erkennt man echte Freunde? Sind alle unsere Süden Gottes Plan? Was bedeutet Fastenzeit konkret?

Er ließ keine Frage aus und beatwortete sie sachlich: Er betonte zum Beispiel, dass die Bibel keine wissenschaftliche Abhandlung ist, sondern in der Form eines Gedichts von der Schöpfung erzählt – und dass Glaube und Naturwissenschaft sich nicht widersprechen müssen. Oder dass Gott niemanden bestraft, weil er nur in der Not betet, er aber sich eine echte Beziehung mit uns wünscht, die über Bitten hinausgeht.

Neben den inhaltlichen Inputs kamen auch Bewegung und Kreativität nicht zu kurz: Ein Ausflug in die Trampolinhalle sorgte für ausgelassene Stimmung. Am Samstagabend wurde es dann kreativ: Die Mädchen gestalteten persönliche Einbände für ihre Bibeln, bastelten Lesezeichen und Griffregister und kreierten kleine Blumen aus Pfeifenputzern..

Ein besonderer Moment war die Anbetung am Samstagabend, die für viele Teilnehmerinnen zu einem Highlight wurde – ein stiller, intensiver Augenblick, um Gott zu begegnen.

Die Predigt am Sonntag brachte drei zentrale Botschaften auf den Punkt: Jesus wirkt auch heute noch Wunder, Gottes Gebote sind Hilfestellungen für ein gutes Leben, Gott möchte eine persönliche Beziehung mit jedem von uns.

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen zeigen, wie tief dieses Wochenende wirkte. Eine Teilnehmerin sagte: „Ich nehme mir mit, öfter in der Bibel zu lesen – und darüber nachzudenken, was sie für mein Leben bedeutet.“

„Die Vorträge waren gut, ich habe einiges über die Bibel lernen können und neu entdecken dürfen. Die Predigt am Sonntag hat mich auch sehr angesprochen, weil Jesus auch heute noch wirkt und Wunder tut“, war eine andere motiviert. 

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